Bei Diana gibt es nicht nur die Blogparade "Top 3", sondern auch immer wieder in regelmäßigen Abständen die
Montagsfrage. Dort werden meist recht aktuelle Themen behandelt, die in der Bloggerwelt herumgeistern und die Meinungen extrem spalten. So ging es bereits darum, ob man
benutzte Produkte für ein Review-Foto nutzen sollte, ob
andere Blogs das Kaufverhalten beeinflussen, oder zum Beispiel auch,
ob und in wie weit ein Blogger von seinem Hobby auch profitieren darf.
Dieses Mal gibt es wieder eine interessante Fragestellung und da ich ja nun doch so langsam mehr davon betroffen bin, möchte ich auch etwas dazu loswerden.
Was macht die Glaubwürdigkeit eines Bloggers aus? Leidet diese
eurer Meinung nach durch zu viele PR-Samples, Affiliate Links und
bezahlte Blogbeiträge? Oder hängt euer Vertrauen in einen Blogger von
ganz anderen Faktoren ab? Ist es euch egal, ob das Produkt kostenlos zur
Verfügung gestellt worden ist oder sinkt dadurch für euch die
Glaubwürdigkeit der Review? Findet ihr PR-Samples vielleicht im
Gegenteil sogar wichtig, damit ihr viele verschiedene Erfahrungsberichte
zu neuen Produkten lesen könnt? Ist es aus eurer Sicht verwerflich,
wenn jemand mit seinem Hobby Geld verdient? Oder findet ihr es legitim,
wenn der Blogger seine Blog-Kosten z.B. durch Affiliate Links
kompensieren kann? Findet ihr PR-Samples, Affiliate Links und bezahlte
Blog-Beiträge okay und ab wann ist es zu viel und kratzt an der
Glaubwürdigkeit eines
Bloggers?
Im Grunde finde ich es in erster Linie wichtig, dass PR-Samples, Affiliate Links und bezahlte Beiträge
gekennzeichnet werden! Auch da gibt es heute immer noch
große Lücken und das finde ich sehr schade. In der Vergangenheit wurde ja das Geschrei deswegen vor allem bei Youtubern ganz groß, weil es da wohl Beiträge gab, wo definitiv Geld oder kostenlose Produkte geflossen sind und das mit keiner Silbe erwähnt wurde.
Ich frage mich dann: Warum?
Transparenz ist so einfach, also warum unterlassen? Angst vor Neidern? Scham, weil man vielleicht auch oft selbst nach Samples gefragt hat? Keine Ahnung, aber es ist einfach schade irgendwo.
Ist der wichtige Schritt dann gemacht und gesponsortes wurde entsprechend gekennzeichnet,
kann es natürlich nur auf 2 Wegen weitergehen: Ein
positiver oder auch
negativer Bericht über das entsprechende Produkt.
Wenn es Blogs gibt, bei dem
gesponsorte Produkte nur positiv bewertet werden, bin ich persönlich erst mal skeptisch. So was fällt einem schon auf. Und wenn es dann evtl von anderen völlig unterschiedliche Töne zu hören gibt, schon mal sowieso. Klar, kann ein Produkt bei einem besser funktionieren als anderswo, aber auch das ist ja nicht immer der Fall! Ich denke schon, dass für mich selbst
ein Blog in diesem Fall irgendwo seine Glaubwürdigkeit verliert!
Sieht man aber bei
gesponsorten Sachen auch mal einen negativen Punkt (wie man es hoffentlich auch beispielsweise bei meinem
Update zur Garnier Olia Coloration noch lesen konnte), ist die
Glaubwürdigkeut doch gewahrt. Dann weiß man auf jeden Fall, dass die Meinungen (hoffentlich) ehrlich sind.
Oder bekam der Blogger einfach ein Produkt von einer Marke zugesandt, die ihm persönlich nicht gefällt? Okay, diesen Punkt kann man natürlich auch noch mit einbeziehen, doch ich denke, das ist dann doch recht abwegig, denn ich schätze mal, dass viele Blogger
"Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul" sehr ernst nehmen, nicht wahr? ;)
Affiliate Links find ich völlig in Ordnung, denn wer ausser wir Beautyblogger selbst weiß besser als wir, dass so ein Blog echt teuer werden kann, oder eher gesagt das Lesen aderer Blogs *g* Warum also sollte man durch das
Interesse, das man eben geschürt hat, sein
Budget nicht etwas aufstocken dürfen?
Jedoch bei bezahlten Beiträgen gehen mir schon oft ein bisschen die Nackenhaare hoch, weil mir da im Hinterkopf direkt man das Wort "Korruption" rumgeistert. Natürlich muss das nicht immer zutreffen, doch es ist definitiv ein
schwieriger Punkt aus meiner Sicht. Ich finde, dass das
Bloggen Spaß machen sollte und nicht von Geld gesteuerte Pflicht sein. Wenn Geld fließt, hätte das für mich immer so den Aspekt "
Ich muss positiv bleiben, sonst krieg ich ja nix mehr". Und mit diesem Gedanken im Kopf wäre für mich die Glaubwürdigkeit definitiv dahin.
Wie seht ihr das?